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    Prusa stellt XL+ und CORE One+ Generation 2 vor

    Prusa Research erneuert sein Drucker-Portfolio für 2026 und präsentiert die Modelle XL+, CORE One+ (Gen 2) und CORE One L+. Die Upgrades bringen unter anderem schnellere Kalibrierung, verbesserte Kühlung und offizielle Upgrade-Kits für Bestandskunden.

    CORECOREKlarerKaufCamiloVeröffentlicht am 17. August 20267 Min. Lesezeit
    KI-Visualisierung – redaktionelle Illustration: Prusa stellt XL+ und CORE One+ Generation 2 vor
    KI-Visualisierung: KlarerKauf Redaktion

    Prusa Research aktualisiert zum Jahr 2026 sein gesamtes Sortiment an 3D-Druckern und führt die neue Plus-Generation ein 1. Im Zentrum der Ankündigung steht der Prusa XL+, der als direkter Nachfolger des bisherigen Großformatdruckers signifikante technische Verbesserungen erhält. Besonders auffällig ist das neu entwickelte 360-Grad-Kühlsystem, welches die Bauteilkühlung optimiert und damit die Druckqualität bei komplexen Überhängen steigert. Diese Hardware-Revision zielt darauf ab, die Zuverlässigkeit im professionellen Einsatz weiter zu erhöhen, während die grundlegende Architektur des Multitool-Systems erhalten bleibt.

    💡 Gut zu wissen: Multitool-System

    Bei dieser Technik verfügt der Drucker über mehrere separate Druckköpfe, die während eines Druckvorgangs automatisch gewechselt werden. Dies ermöglicht den Einsatz verschiedener Materialien oder Farben ohne zeitaufwendige Spülvorgänge.

    Ein technisches Highlight der neuen Generation ist der integrierte Tool-Offset-Sensor, der auf der Eddy-Current-Technologie (Wirbelstromverfahren) basiert 1. Laut Herstellerangaben ermöglicht dieses System eine Kalibrierung, die 20-mal schneller abläuft als beim Vorgängermodell. In der Praxis bedeutet dies eine erhebliche Zeitersparnis vor jedem Druckstart, da die präzise Ausrichtung der Werkzeugköpfe zueinander vollautomatisch und in Sekundenbruchteilen erfolgt. Zusätzlich gehören nun High-Flow-Düsen sowie integrierte Düsenreiniger zur Standardausstattung, um den Materialdurchsatz zu erhöhen und Verschmutzungen am Druckobjekt zu minimieren.

    Präzision und Temperaturmanagement im Fokus

    Um die Oberflächenqualität der Drucke weiter zu verfeinern, setzt Prusa beim XL+ auf neue GT1.5-Riemen 1. Diese speziellen Antriebsriemen sind darauf ausgelegt, sogenannte Oberflächenartefakte oder Geisterbilder (Ringing) zu reduzieren, die durch Vibrationen bei hohen Geschwindigkeiten entstehen können. Damit reagiert der Hersteller auf den Trend zu immer schnelleren Druckgeschwindigkeiten, bei denen die mechanische Stabilität des Antriebsstrangs zum entscheidenden Qualitätsfaktor wird. Das System bleibt dabei modular aufgebaut, was die Wartung und den Austausch einzelner Komponenten im Vergleich zu geschlossenen Systemen vereinfacht.

    💡 Gut zu wissen: Eddy-Current-Sensor

    Ein Wirbelstromsensor misst berührungslos den Abstand zu metallischen Oberflächen. In 3D-Druckern wird er genutzt, um die Distanz zwischen Düse und Druckbett extrem präzise zu bestimmen, was für eine perfekte erste Druckschicht entscheidend ist.

    Auch das Thermomanagement wurde für anspruchsvolle Materialien wie Polycarbonat oder Nylon überarbeitet. Das Gehäuse des XL+ erreicht nun passiv Kammertemperaturen von bis zu 50 °C, was das Warping (Materialverzug) bei großflächigen Bauteilen reduziert 1. Für Nutzer, die noch höhere Temperaturen benötigen, ist eine optionale Zusatzheizung geplant, welche die Temperatur im Bauraum auf bis zu 60 °C anheben kann. Diese kontrollierte Umgebung ist essenziell für die industrielle Fertigung von Funktionsbauteilen, die unter normalen Umgebungsbedingungen zu Rissen oder Ablösungen vom Druckbett neigen würden.

    Nachhaltigkeit durch Upgrade-Optionen

    Die neuen Modelle XL+, CORE One+ (Gen 2) und CORE One L+ markieren einen wichtigen Schritt in der Produktpflege des tschechischen Unternehmens. Für Bestandskunden ist besonders relevant, dass Prusa offizielle Upgrade-Optionen für aktuelle Modelle auf die neue Generation anbietet 1. Dies ermöglicht es Nutzern, ihre vorhandene Hardware auf den Stand der 2026er-Serie zu bringen, ohne ein komplett neues Gerät erwerben zu müssen. Ein offizieller Preis für den deutschen Markt wurde im Rahmen der Ankündigung für die neuen Modelle und Kits noch nicht kommuniziert.

    • Modell-Updates: XL+, CORE One+ (Gen 2), CORE One L+ 1
    • Sensortechnik: Eddy-Current Tool-Offset-Sensor (20x schneller)
    • Kühlung: Neues 360-Grad-System für optimierten Luftstrom
    • Mechanik: GT1.5-Riemen zur Reduktion von Artefakten
    • Temperatur: Bauraum bis 50 °C passiv / 60 °C mit Zusatzheizung
    • Standard-Features: High-Flow-Düsen und Düsenreiniger inklusive

    Hintergrund

    Die Ankündigung der Plus-Generation für das Jahr 2026 markiert einen strategischen Wendepunkt für Prusa Research, da das Unternehmen sein gesamtes Portfolio gleichzeitig auf eine neue technologische Basis stellt. Seit der Einführung des ursprünglichen XL-Modells hat sich der Markt für großformatige 3D-Drucker massiv gewandelt, wobei die Anforderungen an Geschwindigkeit und Materialvielfalt stetig gestiegen sind. Durch die Integration von Wirbelstromsensoren und optimierten Riemensystemen adressiert der Hersteller direkt das Feedback der professionellen Anwendergemeinschaft. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass der Fokus weg von rein experimentellen Funktionen hin zu einer industriellen Prozessstabilität rückt. In der Branche gilt Prusa traditionell als Vorreiter für Open-Source-Ansätze, weshalb die konsequente Weiterentwicklung bestehender Architekturen als Signal für langfristige Investitionssicherheit gewertet werden kann.

    Was sich für Nutzer ändert

    Für die Anwender bedeutet der Wechsel auf den Prusa XL+ in erster Linie eine drastische Reduzierung der unproduktiven Rüstzeiten, da die Kalibrierung der Werkzeugköpfe durch die Eddy-Current-Technologie nun 20-mal schneller erfolgt. In der täglichen Praxis entfällt damit das langwierige manuelle Justieren nach einem Düsenwechsel, was besonders bei Multitool-Systemen einen entscheidenden Zeitvorteil darstellt. Durch die neuen High-Flow-Düsen und das 360-Grad-Kühlsystem lassen sich zudem höhere Druckgeschwindigkeiten realisieren, ohne dass die Oberflächengüte oder die strukturelle Integrität der Bauteile leidet. Die standardmäßig integrierten Düsenreiniger sorgen zusätzlich für einen saubereren Druckprozess, da Materialrückstände nicht mehr unkontrolliert in das Druckobjekt gelangen können. Insgesamt führt dies zu einer höheren Erfolgsquote bei komplexen Projekten und minimiert den Ausschuss bei teuren Spezialfilamenten.

    Verfügbarkeit & Preis

    Obwohl die technischen Spezifikationen für die 2026er-Modelle bereits detailliert vorliegen, hält sich Prusa Research bei den finalen Konditionen noch bedeckt. Ein offizieller Preis für den deutschen Markt wurde im Rahmen der aktuellen Ankündigung für die neuen Modelle XL+, CORE One+ und CORE One L+ noch nicht kommuniziert. Auch für die angekündigten Upgrade-Kits, die Bestandskunden den Weg zur neuen Generation ebnen sollen, liegen derzeit noch keine konkreten Preisangaben vor. Erfahrungsgemäß orientieren sich die Kosten für solche Revisionen an den bisherigen Preispunkten der Premium-Serie, wobei die zusätzliche Sensorik und die verbesserten Komponenten den Wert der Hardware steigern. Interessenten müssen sich daher noch gedulden, bis der Hersteller die Bestellfenster für die Auslieferung im Jahr 2026 öffnet und die regionalen Preise bestätigt.

    Quellen & Belege

    (1)
    1. 1
      Prusa Research· 13. Aug. 2026

      Prusa Research Product Update 2026

      „Prusa aktualisiert das gesamte 3D-Drucker-Sortiment für das Jahr 2026."

      https://www.prusa3d.com
    Von Camilo GalvizKI-gestützt erstellt, automatisiert qualitätsgeprüft und redaktionell verantwortet. Transparenz
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