140 Watt Ausgangsleistung aus einem Gehäuse, das kaum größer als eine 0,33-Liter-Getränkedose ist – die Anker 737 Powerbank (PowerCore 24K) bricht mit der Vorstellung, dass mobile Energieriegel nur für Smartphones taugen. Während herkömmliche Powerbanks bei Laptops oft nur den Ladestand halten können, drückt dieses Modell genug Energie durch das USB-C-Kabel, um selbst leistungshungrige Workstations unter Volllast zu betreiben. Mit einer Kapazität von 24.000 mAh bietet sie die ideale Balance zwischen Ausdauer und Mobilität.
Kompakt zusammengefasst
- Die 140 W Spitzenleistung über USB-C PD 3.1 ermöglicht das Schnellladen von High-End-Laptops in Netzteilgeschwindigkeit.
- Mit 24.000 mAh Kapazität liefert der Speicher Reserven für ca. drei bis vier Smartphone-Ladungen oder eine komplette Laptop-Füllung.
- Das integrierte Smart-Display liefert präzise Echtzeitdaten zu Leistung und Restlaufzeit.
- Ein Eigengewicht von 630 g ist der Preis für die hohe Energiedichte und die massive Technik.
Design & Technik
Optisch hebt sich die Anker 737 deutlich vom Einerlei flacher Kunststoffgehäuse ab. Das Design ist hochkant orientiert, was auf dem Schreibtisch Grundfläche spart. Die Verarbeitung wirkt massiv, was angesichts der thermischen Belastung bei 140 W Leistungsabgabe technisch notwendig ist.
Das Herzstück ist das farbige Display. Es zeigt nicht nur den Ladestand in Prozent, sondern schlüsselt exakt auf, wie viel Watt über welchen Port fließen. Besonders hilfreich: Die Powerbank berechnet die verbleibende Zeit, bis sie leer oder wieder aufgeladen ist. So lässt sich sofort erkennen, ob ein minderwertiges Kabel die Ladeleistung drosselt.
Anschlusstechnisch setzt Anker auf ein Trio aus zwei USB-C-Ports und einem USB-A-Port. Beide USB-C-Anschlüsse sind bidirektional. Mit einem entsprechend starken Netzteil ist der massive Block in nur rund 60 Minuten wieder bei 100 Prozent geladen – Konkurrenzprodukte benötigen oft einen halben Tag.
Die maximale Leistung von 140 W erfordert ein Gerät, das den Standard USB-C Power Delivery 3.1 unterstützt. Bei mehreren Geräten teilt die Elektronik die Leistung intelligent auf.
Einordnung der Daten
Im Einsatz erweist sich die Kapazität von 24.000 mAh als solide Basis für lange Arbeitstage. Ein modernes Smartphone lässt sich etwa dreimal vollständig laden. Das ist ideal für Wochenendtrips, an denen GPS und Kamera den Akku fordern.
Spannender ist das Szenario für Laptop-Nutzer. In einer typischen Arbeitssitzung verlängert der Speicher die Laufzeit eines Ultrabooks signifikant um etwa eine komplette Arbeitssitzung. Besonders beeindruckend: Die Powerbank wird dabei nicht unangemessen heiß.
Durch die "Pass-Through"-Ladefunktion kannst du die Powerbank laden und gleichzeitig ein anderes Gerät versorgen. Das ist in Hotels mit wenigen Steckdosen ein echter Komfortgewinn. Die Elektronik passt die Geschwindigkeit dabei so an, dass alle Geräte sicher versorgt werden.
Smart Features & App
Eine App-Steuerung gibt es nicht, was hier ein Vorteil ist: Alle Daten sind ohne Bluetooth-Verbindung direkt ablesbar. Das Display verfügt über einen Orientierungssensor, der die Anzeige automatisch dreht.
Zusätzlich bietet das Menü Einblicke in die Akkugesundheit. Du kannst die Anzahl der Ladezyklen ablesen und die Temperatur überwachen. Diese Transparenz stärkt das Vertrauen in die Langlebigkeit der Komponenten.
Ein langer Druck auf die Seitentaste führt in ein Untermenü. Dort lässt sich unter anderem die Zeit einstellen, nach der sich das Display zur Energieersparnis abschaltet.
Marktumfeld
Die Anker 737 bewegt sich im Premium-Segment. Typische Mitbewerber sind Ugreen, Baseus oder Shargeek. Während andere auf transparente Designs setzen, fokussiert sich Anker auf industrielle Optik und zuverlässige Leistungsabgabe. In der 140W-Klasse gehört dieses Modell zu den kompaktesten Vertretern, auch wenn 630 g im Rucksack spürbar bleiben.
Pflege & Lebensdauer
Um die Kapazität lange zu erhalten, sollten extreme Temperaturen vermieden werden. Lagere das Gerät bei längerer Nichtbenutzung auf etwa 50 bis 70 Prozent Ladestand. Da das Gehäuse als wasserdicht deklariert ist, verzeiht es Regenschauer, jedoch sollten die Anschlüsse vor dem Laden immer vollständig trocken sein.
Tauche das Gerät niemals unter Wasser. Die Schutzwirkung bezieht sich primär auf das geschlossene Gehäuse im Ruhezustand.
Was der Test (noch) nicht beantworten kann
- Das Verhalten der Akkukapazität nach 500 Ladezyklen zeigt sich erst in der Langzeitnutzung.
- Die tatsächliche Stoßfestigkeit bei schweren Stürzen wurde nicht bis zur Zerstörung geprüft.
- Die dauerhafte Dichtigkeit der Gehäusedichtungen über Jahre bleibt offen.
Für wen lohnt sich der Kauf?
Diese Powerbank ist ideal für digitale Nomaden, die ihren Laptop mobil betreiben müssen. Wer oft in Zügen ohne Steckdosen arbeitet, erhält mit der 737 die nötige Reserve. Auch für Fotografen, die Kamera-Akkus unterwegs schnell laden müssen, ist die hohe Leistung ein Argument. Wer nur eine Notfallreserve für das Handy sucht, wird das Gewicht von 630 g vermutlich als belastend empfinden und sollte zu leichteren Modellen greifen.
Fazit
Die Anker 737 Powerbank überzeugt durch brachiale Leistung im handlichen Format. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der PD 3.1 Technologie und des exzellenten Displays fair. Die Stärken liegen in der extrem kurzen Ladezeit des Speichers und der präzisen Informationswiedergabe. Wer mit dem Gewicht leben kann, erhält eine der derzeit leistungsfähigsten Energielösungen für unterwegs.

