Die Zendure SolarFlow 1600 AC+ ist keine mobile Powerstation, sondern ein stationärer AC-gekoppelter Heimspeicher, der ein bestehendes Balkonkraftwerk um Eigenverbrauchsoptimierung erweitert. Tagsüber überschüssig erzeugter Solarstrom wird gespeichert und abends ins Hausnetz eingespeist – genau dann, wenn der Verbrauch am höchsten ist.
- 1600 W Dauerausgangsleistung über die hausseitige AC-Schnittstelle
- Modular erweiterbar mit Zendure AB-Akkupacks
- App-gesteuerte Eigenverbrauchsregelung mit Zeitplänen
- 25 kg, feste Montage – stationär, nicht mobil
Einordnung: Wofür der SolarFlow 1600 AC+ gemacht ist
Im Gegensatz zu klassischen Powerstations wie Jackery oder Anker SOLIX hat der SolarFlow 1600 AC+ keinen Outdoor-Einsatzzweck. Das Gerät wird einmalig am Wechselrichter eines Balkonkraftwerks installiert und greift über eine AC-Brücke in den Energiefluss ein. Es speichert PV-Überschüsse und gibt sie zeit- oder bedarfsgesteuert wieder ab.
Die 1600 W beziehen sich auf die Ausgangsleistung in Watt, nicht auf die Speicherkapazität. Die nutzbare Kapazität ergibt sich aus den angeschlossenen AB-Akkumodulen und beginnt bei rund 1,9 kWh, skalierbar auf mehrere kWh. Wer das Gerät als „Smartphone-Lader" interpretiert, missversteht den Anwendungsfall: Zielgröße sind Haushaltsverbrauchszyklen über mehrere Stunden, nicht Einzelaufladungen.
Der SolarFlow 1600 AC+ ist die richtige Wahl, wenn du bereits ein Balkonkraftwerk betreibst und den Eigenverbrauchsanteil über die Abendstunden hinaus steigern willst. Für mobile Nutzung – Camping, Baustelle, Outdoor – ist eine reguläre Powerstation die bessere Wahl.
Hardware & Installation
Das Gehäuse ist auf dauerhafte Außenaufstellung ausgelegt: stabiles Kunststoff-Chassis, IP-geschützte Anschlüsse, passive Kühlung. Die 25 kg machen die Installation zu einer Zwei-Personen-Aufgabe, sind im Betrieb aber irrelevant – das Gerät bleibt nach der Montage stehen.
Die AC-Kopplung ist der zentrale Vorteil: Es muss kein bestehender Mikrowechselrichter ersetzt werden. Der SolarFlow setzt zwischen Wechselrichter und Hausnetz an und nutzt Smart-Meter-Daten (CT-Klemme oder Shelly-Integration) zur Lastregelung. Die Einrichtung dauert nach Verkabelung erfahrungsgemäß 20–30 Minuten in der App.
App & Smart-Steuerung
Die Zendure-App ist im Vergleich zu vielen China-Powerstation-Apps überdurchschnittlich aufgeräumt. Echtzeit-Anzeige von PV-Ertrag, Speicher-SOC, Hausverbrauch und Netzbezug; Zeitprofile für Lade- und Entladefenster; Firmware-Updates over the air. Die Smart-Meter-Anbindung über Shelly Pro 3EM funktioniert in der Praxis stabil.
Schwächen: Eine native Apple-Home- oder Matter-Integration fehlt; lokale APIs sind nicht offiziell dokumentiert.
Für maximale Wirtschaftlichkeit Entladefenster auf 18–23 Uhr legen und Ladelimit auf 95 % begrenzen – das schont die LFP-Zellen und deckt zugleich das Haupt-Verbrauchsfenster ab.
Marktumfeld
Im Segment der Plug-in-Balkonspeicher konkurriert der SolarFlow 1600 AC+ vor allem mit Anker SOLIX Solarbank 2, EcoFlow PowerStream und Marstek Venus. Zendures Stärken: höhere AC-Ausgangsleistung als die meisten Konkurrenten und die saubere AC-Nachrüstlösung ohne DC-Eingriff. Schwächen: Notstromfähigkeit ist eingeschränkt, eine echte USV-Funktion bietet erst die teurere Hyper-Variante.
Preislich liegt das Gerät bei einer UVP von 599 € (aktuelle Angebote siehe Preisbox) – fair im Vergleich zur Konkurrenz, sofern die AB-Akkumodule separat eingeplant werden.




